Café Deutschland

Im Gespräch mit der ersten Kunstszene der BRD

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Dieter Ruckhaberle

Dieter Ruckhaberle

Dieter  Ruckhaberle

Dieter Ruckhaberle

Dieter Ruckhaberle (1938 Stuttgart – 2018 Berlin)

Dieter Ruckhaberle wächst in Stuttgart auf und studiert dort an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Malerei und Grafik bei Manfred Henninger. 1962 wechselt er an die Hochschule der Künste in Berlin in die Klasse von Max Kaus. 1963/64 betreibt er die Freie Galerie in der Kurfürstenstraße in Berlin. Seit den 1960er-Jahren engagiert Ruckhaberle sich als Mitbegründer und Initiator der IG Medien, des Kultur- und Bildungswerks des Berufsverbands Bildender Künstler (BBK), der Druckwerkstatt im Künstlerhaus Bethanien, der Bildhauerwerkstatt an der Panke, des Berliner Kulturrats, des Bundeskulturrats und als Gründungsmitglied der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) in Berlin. 1968 organisiert er parallel zur „documenta 4“ in der Stadthalle Kassel die Ausstellung „Konfrontation“ und zeigt dort Arbeiten von Künstlern, die nicht auf der documenta vertreten sind. Die Ausstellung wird auch als „Anti-documenta“ bekannt. In den 1970er-Jahren ist Ruckhaberle Leiter des Kunstamts Kreuzberg sowie von 1977 bis 1993 Direktor der Staatlichen Kunsthalle Berlin. Dort zeigt er thematische Ausstellungen wie „1933 – Wege zur Diktatur“ (1983) und zahlreiche Einzelpräsentationen, beispielsweise zum Werk von HAP Grieshaber (1977), Karl Hofer (1978), Robert Rauschenberg (1980) und Willi Sitte (1982). Von 1993 bis 1995 ist Ruckhaberle Leiter des Künstlerhofs Buch und initiiert 1998 die Gründung des Künstlerhofs Frohnau auf einem ehemaligen Krankenhausgelände in Berlin. Sein Werk ist weltweit in Gruppen- und Einzelausstellungen zu sehen. 1964 wird Ruckhaberle mit dem Preis des Deutschen Kritikerverbands ausgezeichnet.

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